Marketingchancen 2012
Der Wandel ist da, aber wer nur zuschaut, verpasst den Anschluss! Jetzt kommt es verstärkt darauf an, die geänderten Rahmenbedingungen aktiv zu gestalten und Zukunftsfähigkeit zu beweisen. Es gibt in diesen Monaten eine grosse Chance, neue Geschäftsfelder zu entdecken und zu erschließen.Worin besteht der Wandel, der immer schneller und umfassender stattfindet?
In der Kommunikation gilt, dass sich die Ansprüche der Konsumenten durch die Krise geändert haben: Vertrauenswürdigkeit, Verlässlichkeit und werthaltige Kommunikation «content&context» sind gefragt. Außerdem hat sich Mediennutzung stark gewandelt: Der Konsument will in seinen bevorzugten Medien angesprochen werden.
Die Diversifikation der Medien hat sich 2011 unaufhaltsam fortgesetzt. Klassische Bereiche wie Film, Funk, Fernsehen und Print verlieren weiter an Bedeutung, die Verteilung der Werbebudgets fällt eindeutig zugunsten der Online-Medien aus.
- Die klassische Online-Werbung ist hier auf Platz eins - mit einem Zuwachs von 90 Prozent hat sie sich dieses Jahr nahezu verdoppelt.
- Die Suchwortvermarktung liegt mit einer Wachstumsrate von 15 Prozent auf Platz zwei.
- Die Sozialen Netzwerke als dritte Säule der Online-Kommunikation entsprichen einem Zuwachs von 10 Prozent. Hauptanliegen der Unternehmen ist der Aufbau von Markenbekanntheit.
Weitere Details
Berührungsängste überwinden: Gewinner sind Marken, die im Internet zuhause sind. Newsletter liegen bei B2B Marketing Managern mit 78% vorn. Knapp dahinter folgt die Suchmaschinenoptimierung.Social Networks werden in B2B-Unternehmen zwar als Trend erkannt, aber bisher nur zaghaft eingesetzt, weil ganzheitliche Strategien fehlen – und weil ein Umdenken erforderlich ist: Denn das Prinzip der Social Networks ist Partizipation, und hier tun sich die Unternehmen noch schwer. Sie müssten sich entschlossen unter ihre «Fans» mischen und zu einer Mitwirkung ermutigen.
Die ersten Ansätze sind sichtbar: Die Unternehmen nutzen Linkedin, XING oder Facebook, diese Plattformen werden mit 71,8 Prozent mit Abstand am häufigsten genutzt. Auch Themenblogs werden aktiv eingesetzt. Facebook, Twitter oder Youtube hingegen werden noch mit Skepsis betrachtet.
Im Wandel ist die Kommunikation aber nur eine Seite der Medaille. Denn es liegen nicht nur jene Marken vorne, die sich im Netz bestens inszenieren. Auch die Produkte stellen sich individueller auf die Konsumenten ein: Mass-Customization, die kundenindividuelle Massenproduktion, ist als Umsatzbringer gefragt.
Fazit
Jedes Unternehmen hat jetzt eigene, individuell unterschiedliche Chancen, den Wandel für sich zu nutzen, Produktkonzepte zu überprüfen, Zielgruppen neu zu betrachten und den Weg in die digitale Welt zu verfolgen:Der Markenwert bleibt nicht erhalten, wenn der Wandel nicht aktiv gestaltet wird.
- Marken müssen umfassend gesehen und immer wieder neu definiert werden. Dem Wandel bei den Kunden, bei den Medien und im Markt muss vorausschauend begegnet werden.
- Alle Komponenten im Marketing-Mix müssen angepasst und möglicherweise ganz neu gestaltet werden. Das gilt von den Maßnahmen in Kommunikation und Vertrieb bis hin zu den Produkten selbst.
- Wie begeistere ich eine junge Generation, die Sicherheit wünscht, sich gleichzeitig an Unsicherheit, Umbrüche und Veränderungen gewöhnt?
- Wie nutze ich den demographischen Wandel mit den neuen Alten und den großen Themen Migration und Integration?